„Wahnsinn. Eine Riesenscheiße“


Darum geht es


Der Beitrag basiert auf exklusiv ausgewerteten Regierungsakten zum Afghanistan-Desaster von 2021 und einem Datenleak von mehr als 220 GB, die der Reporter Christian Schweppe für seinen Report auswerten und öffentlich machen konnte. Zusammen erzählen die bislang unter Verschluss gehaltenen Kabul-Akten der Bundesregierung die Fahrlässigkeit aller beteiligten Bundesministerien sowie des BND bei der verpassten frühzeitigen Evakuierung von Deutschen und Ortskräften vor der Rückkehr der Taliban im August 2021. Auf der Grundlage der Papiere wurde monatelang der Frage nachgegangen, wie groß die Missstände im politischen Berlin wirklich waren und was die wirklichen Gründe für das Unterlassen frühzeitiger Hilfsflüge aus Deutschland gehabt hat. Schweppe recherchierte gegen große Widerstände und machte am Ende erstmals öffentlich, wie groß die politischen Abgründe im Fall Kabul waren – bis hin zu Ex-Kanzlerin Angela Merkel. 


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Christian Schweppe

Christian Schweppe ist Investigativjournalist in Berlin. Er beobachtet insbesondere die deutsche Sicherheitspolitik, war als Journalist mit der Bundeswehr selbst in Afghanistan, Mali und Niger. Schweppes Arbeit wurde mehrfach ausgezeichnet, unter anderem 2023 mit dem Medienpreis des Deutschen Bundestags und zuvor dem Arthur-F.-Burns-Preis. Mehrere Jahre lang war er fester Teil des Investigativteams von WELT und WELT AM SONNTAG. Bekannt geworden ist Schweppe für seine Langzeitreportagen und investigativen Recherchen, er veröffentlicht derzeit unter anderem mit ZEIT, SPIEGEL, stern und dem ZDF. Zuletzt erhielt er für seine Arbeit den renommierten Otto-Brenner-Preis und den Reporterpreis. Im C.H. Beck Verlag erschien zudem sein Buch „Zeiten ohne Wende“ (Oktober 2024).

Fotocredit: privat